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Reduzierung von Wärmeverlusten

BUILD.ING Consultants + Innovators GmbH


Was ist das Ziel?

Der Energiebedarf moderner Gebäude ist mittlerweile so niedrig, dass für Neubaugebiete eine Versorgung mit Fernwärme und teilweise sogar Gas nicht mehr wirtschaftlich ist. Eine mögliche Lösung für zukünftige Wärmenetze stellt die Kalte Nahwärme (KNW) dar. Unter dem Begriff KNW verbergen sich mit Erdwärme betriebene Netze mit Systemtemperaturen von 0 – 20 °C (im Vergleich: konventionelle Nahwärme 60 – 80 °C, im Bestand teilweise noch deutlich höher). In einem KNW wird die Wärmeenergie beispielsweise aus dem Erdreich gewonnen, zirkuliert im Verteilnetz, wird beim Verbraucher über Wärmepumpen (WP) auf das gewünschte Temperaturniveau angehoben und somit dem Endnutzer verfügbar gemacht. Aus den niedrigen Temperaturen ergeben sich zahlreiche Vorteile. Die Gebäudekühlung, welche aufgrund der immer besser werdenden Gebäudestandards auch in Mitteleuropa zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist in den warmen Sommermonaten sehr einfach umsetzbar. Durch die Verwendung des niedrigen Temperaturniveaus im KNW-Netz wird zudem ein Versorgungskonzept umgesetzt, dass kaum Verteilungsverluste und nur minimale Umwandlungsverluste verursacht. Im Gegenteil, es können bei klimatisch günstigen Bedingungen sogar Energiegewinne durch das Erdreich im Nahwärmenetz erzielt werden. Dies wird durch die Verwendung von ungedämmten Rohrleitungen erreicht. Da keine Wärmedämmung der Rohrleitungen benötigt wird, ergeben sich erhebliche Kostenreduzierungen im Vergleich zu herkömmlichen Nahwärmenetzen. Die notwendigen Erdarbeiten können zudem reduziert werden, da das KNW zusammen mit Glasfaser- und Stromleitungen verlegt werden kann. Eigenerzeugter Photovoltaik-Strom wird der WP oder dem gesamten smarten Quartier zur Verfügung gestellt und ist somit vor Ort nutzbar. Außerdem wird die Einhaltung der ENEV weit über 2019 hinaus sichergestellt.


Welchen Mehrwert lierfert die Innovation?

Moderne Einfamilienhäuser (EFH) sind so effizient, dass sie mittlerweile mehr Energie erzeugen können als sie selbst verbrauchen – sie werden somit zum Energielieferanten. Doch um die gesteckten Ziele in der Immobilienwirtschaft zu erreichen braucht es neben technischen Lösungen für EFH vor allem auch siedlungs- und quartiersübergreifende Konzepte. Das Problem hierbei ist allerdings, dass konventionelle Netze an ihre Grenzen stoßen. Darauf reagierte die Bundesregierung mit der Förderbekanntmachung „Wärmenetze 4.0“ in der Lösungen für die netzgebundene Wärmeversorgung der Zukunft erarbeitet werden. Die Kalte Nahwärme (KNW) adressiert viele der dort genannten Herausforderungen. Die KNW wird von Stadtwerken, Contractoren, Kommunen, Projektentwicklern und vielen mehr sehr positiv aufgenommen. Die BUILD.ING Consultants + Innovators GmbH (B-CI) durfte in den letzten Monaten für drei große Infrastrukturprojekte KNW-Konzepte entwickeln. Darüber hinaus erfolgte die Bewerbung mit allen drei Projekten um Förderung im Rahmen von „Wärmenetze 4.0“ (WN 4.0). Hierbei kommt der B-CI sowohl der große Erfahrungsschatz im Bereich der Siedlungs- und Quartiersentwicklung als auch der anwendungsorientierten Forschung zugute. In Summe wurden in WN 4.0 bisher zwölf Projekte eingereicht, von denen insgesamt fünf und alle drei Projekte der B-CI als förderfähig eingestuft wurden. Das ist ein ganz klarer Gradmesser dafür, dass sich die KNW in Zukunft große Nachfrage erfreuen wird.

Wie sieht die weitere Entwicklung der Innovation aus?

Die Entwicklung von innovativen Siedlungs- und Quartierskonzepten rückt aktuell sowohl in der Forschung als auch in der Baupraxis immer mehr in den Fokus. Kalte Nahwärme stellt aufgrund seiner Vorteile bereits heute eine sehr interessante Alternative dar. Mit der Absenkung des Temperaturniveaus innerhalb des Netzes gehen die Reduzierung bzw. Vermeidung von Wärmeverlusten, Einsparung von materiellen Ressourcen und damit verbunden von Investitions- und Betriebskosten einher. Werden die Wärmepumpen in den Gebäuden mit vor Ort gewonnener elektrischer Energie versorgt, stellt die Kalte Nahwärme ein emissionsfreies Energieversorgungskonzept dar. Somit stellt die Kalte Nahwärme aus Sicht der Effizienz und Profitabilität EINE DER Technologien der Wärme- und Kälteversorgung mit hohem Innovationspotential bereits heute aber auch in der Zukunft dar!


bitte immer eintragen

Die Jury des 2. ZIA-Innovationsberichts meint:

Der Neubau von Quartieren rückt wieder in den Fokus der Stadtentwicklung. Die Energieversorgung ist dabei ein entscheidender Faktor. Die Kalte Nahwärme (KNW) kann aus ökologischer und ökonomischer Sicht eine vielversprechende Technologie zur Wärme- und Kälteversorgung von Quartieren sein.


Weitere Informationen unter:

www.b-ci.de

Hinweis: Für die Beschreibung der Innovation ist die BUILD.ING Consultants + Innovators GmbH selbst verantwortlich. Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss übernimmt keine Garantie dafür, dass die hier aufgeführte Innovation in der Praxis störungsfrei anwendbar beziehungsweise reproduzierbar ist. Die Prüfung dieser Innovation durch die Jury des 2. ZIA-Innovationsberichts erfolgte ausschließlich auf Basis der Unternehmensangaben.